Die Mainzer Republik │ 18. März – 22. Juli 1793
Klaus A.E. Weber
Die französisch besetzte Stadt Mainz war der Hauptort der Mainzer Republik, welches ihr auch den Namen gab.
Die Ausrufung der Mainzer Republik erfolgte am 18. März 1793.
Die Mainzer Republik auf dem linksrheinischen Gebiet von Kurmainz war das erste auf bürgerlich-demokratischen Grundsätzen beruhende Staatswesen auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland.
Der nur kurzlebige demokratische Freistaat wurde im Zuge des Ersten Koalitionskriegs zwischen 1792 und 1797 errichtet und stand unter dem Schutz der französischen Revolutionstruppen, weshalb der Freistaat zu den Schwesterrepubliken Frankreichs (républiques sœurs) gerechnet wurde.
Mit dem rheinisch-deutschen Nationalkonvent als Parlament und Jakobinern wurde die Region zwischen Bingen und Landau von Frankreich als unabhängig erklärt.
Nach der preußisch-österreichischen Eroberung endete die Mainzer Republik am 22. Juli 1793.