Demokratie und der Kulturkampf

Klaus A.E. Weber

 

Antidemokratische Machtstrukturen

Die historisch mühevoll errungenen und erkämpften westlichen Werte und Fundamente einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, wie

geraten weltweit zunehmend in den Fokus machtvoller antidemokratischer Bewegungen und Regimen, die systematisch die Demokratie verächtlich machen - gepaart mit politischen Anfeindungen, Korruption, Desinformation und Disruption.

Die aufkommende Broligarchie profitorientierter selbsternannter Eliten mit rechtsradikalem dystopischem Weltbild bedroht die freiheitliche Demokratie durch den nationalen Egotrip, die Freiheit von jeglicher demokratischer Kontrolle und das Recht des Stärkeren auf Dauer durchzusetzen.

In einem Interview spricht KREIKEBAUM [1] mit dem Totalitarismusforscher Jörg Ganzenmüller über den AfD-Bundesparteitag am 04. Juli 2026 in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt - exakt 100 Jahre nach dem NSDAP-Parteitag in der thüringischen Landeshauptstadt Weimar, der eng mit dem Aufstieg von Adolf Hitler und der NSDAP verbunden ist.

Die rhetorischen Parallelen der AfD und der völkischen Bewegung der 1920er Jahre sind zu wenig im öffentlichen Bewusstsein, sodass die Bezüge oft nicht erkannt werden und Formulierungen mitunter sogar übernommen werden.“

Die deutsche Journalistin und Publizistin Bascha Mika (* 1954) führte gemeinsam mit dem Journalisten Michael Hesse (* 1968) ein Interview mit der deutschen Politikwissenschaftlerin und Vorsitzenden der Grundwertekommission der SPD Gesine Schwan (* 1943) über den Epochenwandel in Europa, die Bedeutung psychischer Prozesse für die Politik und die Empfindsamkeit der Deutschen.[6]

Gesine Schwan „sieht die Demokratie gefährdet wie nie“.

Da sie zugleich „die kapitalistische Logik der Rüstungsindustrie“ als gefährlich einstuft, warnt sie „vor einer Verteidigungsdynamik, die sich verselbstständigt“, da sei langfristig Diplomatie ebenso unverzichtbar wie Deeskalation.

 

Kulturkampf in Deutschland

 

Nein sagen

֍ Matthias Brandts Plädoyer für Widerstand

3SAT Deutschland vom 28. April 2026

 

֍ Die Anstalt

Folge 100 des Kabarettformats │ ZDF 2026

Ausstrahlung 3SAT am 26. Juli 2026

 

Kulturkampf in den USA

Die exixtenzielle Bedrohung aus den USA

USA 2026 - nach 250 Jahren:

„Freiheit für den Kapitalismus - Verhöhnung der Demokratie“

 

֍ Verbotene Bücher

ZDF USA 2025 3sat Ausstrahlung vom 27. Mai 2026

An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg.

Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen.

Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontakts mit der großen unbekannten Welt.

Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge.

Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden.

Zwischen Jugendschutz und Zensur

Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf "obszöne" und "rassistische" Inhalte überprüft werden sollten.

Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität.

Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor "Pornografie" und allen, was bei ihnen "Unbehagen" oder "Schuldgefühle" hervorrufen könnte, geschützt werden müssten - indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne.

Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen "Moms for Liberty" haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt.

mmer mehr Bücher wurden beanstandet, immer gezielter wurden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden.

Widerstand für die Lesefreiheit

Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen – Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen – sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben.

Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und Widerstand geleistet, sich organisiert und gekämpft.

Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt.

Die Dokumentation "Verbotene Bücher" erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer.

Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind – und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.“

 

֍ Trump zurück an der Macht │ Ein tiefer Riss durch die USA

ARTE │ RB 2026 │ Ausstrahlung vom 23. Juni 2026

Washington, D.C. und Piedmont in West Virginia.

Während in der liberalen Hauptstadt Präsident Trump 2.0 Angst und Entsetzen auslöst, klammert sich das "Coal Country" in den Appalachen an die Hoffnung auf die ersehnte wirtschaftliche Wende.

Ein Jahr lang beobachtet die Dokumentation, wie Politik im Alltag ankommt: als Bedrohung, als Versprechen und auch als Enttäuschung.

Nur zweieinhalb Autostunden trennen Washington, D.C., von Piedmont in West Virginia – und doch liegen zwischen den beiden Orten kulturelle Welten:

In der liberalen Hauptstadt sitzt der Schock über Donald Trumps zweite Amtszeit tief.

Viele Behördenmitarbeiter fürchten um Job, Rechte und die Demokratie.

Im "Coal Country" dagegen gilt Donald Trump als letzte Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung.

Kohlezüge rumpeln zwar noch durch den Ort, Fabrikhallen stehen aber leer, Drogenprobleme erschüttern die Gemeinschaft.

Und trotzdem gibt es hier eine enorme Resilienz.

Die Dokumentation beobachtet beide Orte ein Jahr lang.

Und schaut dabei, wie Trumps erneute Präsidentschaft in gegensätzlichen Realitäten ankommt.

In Washington, D.C., setzt der Guerilla-Video-Künstler Robin Bell mit nächtlichen Projektionen Zeichen des Widerstands.

Er wird zum Seismographen für die Freiheit der Meinungsäußerung.

In Piedmont trifft das Kamerateam den Ex-Justizvollzugsbeamten und Pastor Dave Cowan: gläubig, pragmatisch, geprägt von Abstiegsangst – und voller Erwartungen, dass sich "endlich etwas ändert".

Zwischen Bangen und Hoffnung, Protest und Loyalität, Machtzentrum und vergessenen Regionen entsteht ein Porträt der USA im Ausnahmezustand.

Was passiert, wenn krude politische Versprechen auf den Alltag prallen – in einer Zeit innenpolitischer Eskalationen und außenpolitischer Tabubrüche?

Gedreht nah an den Menschen und ergänzt durch Stimmen aus Geschichts- und Demokratieforschung sowie der christlich-konservativen Bewegung führt die Reise durch die ersten 365 Tage in Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident – und lässt erahnen, was da noch alles kommt.

 

Trumps Amerika - Macht, Wandel, Widerstand

ARTE │ Sendung am 13. Januar 2026

Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit agiert Donald Trump konsequent im Sinne des Project 2025, der Ziele der national-konservativen Heritage Foundation.

Deren Ideal ist eine weiße, rassistische, christlich geprägte US-Gesellschaft.

Die Dokumentation zeigt in eindringlichen Reportagen die Auswirkungen der „Agenda Trump“ auf die Menschen in den USA.

Als Donald J. Trump am 20. Januar 2025 im Weißen Haus vereidigt wird, da ahnt die Welt noch nicht, dass der 47. Präsident der USA die Weltordnung in atemberaubender Geschwindigkeit verändern wird.

Trump und seine Gefolgsleute agieren nach Einschätzung vieler Beobachter konsequent im Sinne des „Project 2025“: Das Strategiepapier der national-konservativen Heritage Foundation hat die Umgestaltung der US-Gesellschaft in eine weiße, christlich geprägte Welt zum Ziel in der die Macht stark auf den Präsidenten zentralisiert ist.

An Parlamenten und Gerichten vorbei regiert Trump mit Dekreten, sagen Experten. Parallel setzt die Behörde Department of Government Efficiency (DOGE) zum Kahlschlag gegen alles an, was nun in den USA als „unnütz“ gilt.

Es ist der Stresstest für eine der ältesten Demokratien der Welt.

Das System von „Checks and Balances“ wird in Teilen ausgehebelt, zum Nutzen von Trump und seinen Getreuen.

Die Dokumentation von Gaston Saša Koren und Dietrich Duppel zeigt die Auswirkungen der „Agenda Trump“ auf die Menschen in den USA.

Der karitative Health Wagon in den Appalachen hat mehr Zulauf denn je.

In einer Gegend, die vom Niedergang der Kohleindustrie betroffen ist, hofft Lathan Combs - der sich Jahre lang keine Krankenversicherung leisten konnte - weiter auf wirtschaftliche Verbesserungen durch Präsident Trump.

In den Everglades wird beim Bau des Abschiebegefängnisses „Alligator Alcatraz“ keine Rücksicht auf die Umwelt genommen.

Die queere Irak-Veteranin Joy Marver verliert – wie Hunderttausende Staatsbedienstete – ihren Job.

Internationale Journalisten und Experten ordnen die Politik Trumps ein: Nach einem Jahr hat Trump mit disruptiver Konsequenz die USA und die Welt radikal verändert.“

 

Trump und die Tech-Giganten: Das Spiel um Macht

֍ ARD │ Sendung am 12. Januar 2026

US Tech-Milliardäre pflegen enge Kontakte zur neuen amerikanischen Regierung.

Wie groß ist ihr Einfluss unter Trump?

Elon Musk, Peter Thiel, Mark Zuckerberg oder Sam Altmann pflegen enge Kontakte zur neuen amerikanischen Regierung.

Wirtschaft, Technologie und Politik verschmelzen in nie dagewesenem Ausmaß.

Dabei geht es nicht nur um Deregulierung und große Investitionen, sondern auch um eine neue Vision der Zukunft.

Dass Staaten wie Unternehmen geführt werden sollten, zum Beispiel oder, dass Technologie die Lösung für die großen Menschheitsprobleme ist.

Wie groß ist der Einfluss der Tech-Elite unter Präsident Trump?

 

Trump & us - Wie er unsere Welt verändert

֍ ARD │ Dokumentation Deutschland 2025

"Trump is back: Seit einem Jahr krempelt er die USA um.

Oder vielleicht sogar die Welt?

Und was machen wir?

Wie reagiert Deutschland?

Wie Europa?

Die Doku-Serie "Trump & us" analysiert das erste Jahr der zweiten Amtszeit und rekonstruiert Schlüsselmomente eines Ausnahme-Jahres.

Neben all den Schlagzeilen aus dem Weißen Haus geht es vor allem um Fragen wie Krieg und Frieden, Macht und Ohnmacht, Zölle oder nicht Zölle, die transatlantischen Beziehungen, die Werteordnung in Amerika.

Steht die Demokratie auf dem Spiel?

Und, was macht das alles mit uns?

Wie verändert Trump unsere Welt?"

֍ Folge 1: Friedensstifter?

ARD │ Film von Tim Evers │ Sendung am 12. Januar 2026

"Donald Trump fordert in seiner zweiten Amtszeit, was er angekündigt hat: mehr Engagement von Europa.

Der Ton wird rauer.

Im Oval Office gibt es offenen Streit mit Ukraines Präsident Selenskyj.

Viele fragen sich: Sind die USA noch unsere Verbündeten?

Zwischen Schmeichelei und Selbstbehauptung sucht Europa, die EU, die NATO, nach einer neuen Strategie im Umgang mit Mr. President, denn Trumps Haltung ist entscheidend.

Der feiert sich als Friedensstifter z.B. im Nahen Osten. Aber in der Ukraine bleibt die Lage kompliziert.

Im November überrascht Trump die Welt mit einem "Friedensplan".

Kann er Frieden?

Und was heißt „Frieden“?

Wie kann Europa sich in dieser neuen Weltordnung behaupten?"

֍ Folge 2: Dealmaker?

„Trumps Wirtschaftsnationalismus verunsichert den Welthandel.

Er macht Druck, nutzt Zölle, um alte Handelspartner zu neuen Deals zu bewegen.

Sein Hin und Her in der Zollpolitik bestimmt über Wochen die europäische Berichterstattung.

Die EU ringt um eine Einigung und akzeptiert schließlich in Schottland einen umstrittenen Deal.

Haben sich die Europäer über den Tisch ziehen lassen?

Oder war der Deal der richtige Schritt angesichts einer Weltlage, in der der Kampf um Rohstoffe und Technologien längst woanders entschieden wird?

֍ Folge 3: King?

Donald Trump stellt westliche Werte in Frage.

Vieles von dem, was lange als Konsens galt.

America first – ist seine Devise.

Aber was für ein "America" meint er?

Trumps Verordnungen richten sich gegen Migration, Diversität und Klimaschutz.

Und sein Kurs findet Nachahmer in Europa, wo auch viele sich nach einfachen Antworten sehnen.

Kommt jetzt ein Zeitalter der "starken Männer"?

Wird alles, was Trumps eigenem Weltbild widerspricht zum Feindbild?

Ob mit Dekreten oder KI- Posts: Trump und seine MAGA-Bewegung verschieben die Grenzen des Sag- und Denkbaren.

Die transatlantischen Beziehungen sind kompliziert geworden.“

 

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[1] KREIKEBAUM 2026.

[2] MIKA/HESSE 2026.