Metallzeit │ Gamechanger Bronze

Klaus A.E. Weber

 

"Himmelsscheibe von Nebra" in der Ausstellung

Verkleinerte kunstkeramische Nachbildung [1]

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Bronzezeitliche "Himmelsscheibe von Nebra" │ um 1.600 v. Chr.

Aus der mitteleuropäischen Bronzezeit stammt die mystische kreisförmige Bronzescheibe mit Goldapplikationen zur weltweit ältesten konkreten Darstellung astronomischer Phänomene - die "Himmelsscheibe von Nebra" aus der mittleren Bronzezeit um 1600 v. Chr.

Das Original befindet sich im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale).

 

Bronzezeitliche "Himmelsscheibe von Nebra" │ um 1.600 v. Chr. │ Kopie

Naturhistorisches Museum Wien [3]

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Der mehr als 3.600 Jahre alte, bewegliche grüne „geschmiedete Himmel“ von Nebra (Sachsen-Anhalt) ist eine annähernd kreisrunde, aus einem gegossenen Bronzerohling getriebene (ausgehämmerte) Bronzescheibe mit applizierten Bildelementen aus unlegiertem Goldblech.

Konkret dargestellt werden astronomische Phänomene.

Gewicht: ca. 2,3 kg

Durchmesser: ca. 32 cm

Herstellungstechnik

 

Spüligbach/Salzbreite nördlich von Heinade │ September 2023

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Absatzbeil aus Kupferlegierung │ um 1.600 v. Chr.

Ein relativ komplettes nordwestdeutsches, schlichtes Absatzbeil aus Kupferlegierung der mittleren/späten Bronzezeit, datiert: um 1.600 v. Chr. wurde in Heinade/Salzbreite geborgen.[2]

Solche Absatzbeile werden aus einer zweiteiligen Bronzegussform hergestellt und bieten durch einen Absatz zusätzlichen Halt für einen hölzernen Schaft.

Beim Pflügen des Ackerlandes auf dem Gemarkungsstück „Salzbreite“, einem Südosthang bei Heinade in Richtung Merxhausen, konnte 1921 als Einzelfund ein bronzezeitliches Absatzbeil "ausgeackert" werden.

Auch dieser prähistorische Bodenfund in der Feldmark von Heinade belegt, dass sich bereits vor rund 3500 Jhren Menschen im Umfeld des Spüigbaches aufgehalten haben.

Das Spüligbachtal verbindet das Dasseler Becken mit dem Stadtoldendorfer Becken.

 

© [hmh, Gestaltung: Klaus A.E. Weber

 

Originalgetreue Nachbildung des bronzzeitlichen Absatzbeils

Jan Kahmann, Stadtoldendorf

[hmh Inv.-Nr. 1283

 

Originalgetreue Nachbildungin der Ausstellung

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Zum Vergleich:

Absatzbeile │ Voorhout │ 1600-1500 v. Chr.

Rijksmuseum van Oudheden │ Leiden

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

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[1] Keramikanfertigung von der Kunstkeramikerin Ursula Wagger in Eschwege.

[2] Original in der Studiensammlung der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Holzminden (Kreisarchäologie).

[3] WILLEMS 2015.