Schleifmühle Schomburg

Klaus A.E. Weber

 

Blick vom Rothenberg

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Wie CREYDT [1] ausführt, habe ein Vorfahr der Familie Neimke aus Litauen 1717 eine wassergetriebene Schleifmühle mit halbschlächtigem Wasserrad am Spüligbach zwischen Mackensen und Dassel errichtet, um Eisenwerkzeuge zu schleifen, wie Äxte und Spaten.

Im Jahr 1727 habe er zur Erweiterung seines handwerklichen Spezialbetriebes die vor der Stadtmauer von Dassel gebaute Blankschmiede erworben.

Der Feilenbauer August Schomburg übernahm 1896 durch Heirat das Mühlengebäude am Spüligbach samt der 1887 eingebauten Feilenschleiferei und ersetzte beim Umbau das Wasserrad.

Das vom Wassergefälle eines oberhalb vom Spüligbach abgeleiteten Mühlengrabens angetriebene neue, nun oberschlächtige Wasserrad wies einen Durchmesser von 2,80 m bei einer Breit von 1,60 m auf.[1]

 

Der vom Spüligbach abgeleitete Mühlengraben

rechts im Hintergrund der Spüligbach

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Das zuvor einzige Werkgebäude der Schleifmühle wurde in den Jahren 1897/1898 um ein Wohnhaus erweitert, dem 1915 eine Werkstatt angebaut wurde.

Im Weltkriegsjahr 1917 übernahm der gleichnamige Sohn von August Schomburg den aufstrebenden Feilenbauerbetrieb und errichtete 1920 ein zweites Wohnhaus nebst der noch 1996 bestehenden Werkstatt.

Zur Verbesserung der verkehrstechnischen Erschließung wurde 1919 ein Verbindungsweg von dem Feilenbauerbetrieb zur Mackenser Straße / Landesstraße 580 geschaffen.

In dritter Generation wurde 1956 der Schleifmühlenbetrieb von August und Werner Schomburg übernommen.[1]

 

_________________________________________________________________

[1] CREYDT 1996, S. 13-14.