Ein Museum - zwei Häuser

Klaus A.E. Weber

 

Die Fachwerkhäuser mit Schwertungen des Historischen Museums Hellental

Fachwerkhäuser sind in ganz Deutschland zu finden.

Die Konstruktionsweise dieser Häuser ist denkbar genial und nachhaltig.

Hölzer werden – einfach gesagt – miteinander verbunden und die entstandenen Zwischenräume mit regionalen Baustoffen, wie zum Beispiel Lehm oder Backstein, verfüllt.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Bauarten von Fachwerkhäusern: die Rähmbauweise, bei der die Stockwerke einzeln gebaut und gestapelt werden und die Ständerbauweise, bei der die Ständer des Gebäudes vom Sockel bis zum Dach reichen.

Damit die Konstruktionen an Stabilität gewinnen, werden an den Eckständern schräge Hölzer als Stützen angebracht.

Dies sind die so genannten Schwertungen.

Je nach Größe des Hauses ziehen sich diese schräken Stützen über mehrere Geschosse.“[1]

Die beiden thematisch eigenständigen Häusern präsentieren als regionales LandMuseum abwechslungsreich die Geschichte, Archäologie und Alltagskultur im Solling.

Die Ausstellungen in den Themenbereichen WALDGLASDORF befinden sich in historischen, ortsbildprägenden Gebäuden des 19. Jahrhunderts, deren Charakter eine besondere Atmosphäre schafft.

 

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Sollinghaus Weber │ Museum der Alltagskultur

Haupthaus

© [hmh, Foto: Mechthild Ziemer

 


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Museum im Backhaus │ Museum für Glas & Brot

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Beide Museumsgebäude des Historischen Museums Hellental

  • sind authentische Zeugnisse

  • stellen kulturhistorische und gesellschaftliche Werte dar
  • verkörpern – wie Denkmale - gebaute Geschichte und gelebte Erinnerung

  • sind heimat- und identitätsstiftend

  • sind Wissensspeicher

  • bezeugen eindrucksvoll die menschliche Schaffenskraft.

 

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[1] DENKMALSCHUTZ 2023: Leichter gesägt als getan. Die Schwertung. S. 28.