Sassanidenreich

Klaus A.E. Weber

 

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Neupersisches Großreich der Sas(s)aniden │ 226- 651 n. Chr.

Die iranischen Völker unter sich vereinend, entstand im 3. Jahrhundert der neue, zentralistisch organisierte Staat unter der Führung der Sassaniden (Sassanidenreich).

Das Neupersische Reich der Sassaniden war nach dem Altpersischen Reich der Achämeniden und Teispiden das zweite antike persische Großreich und über Jahrhunderte hinweg ein Rivale des Römischen bzw. Oströmischen Reiches (Römisch-Persische Kriege) mit gegenseitiger Beeinflussung.

Die bedeutende Großmacht bestand über vier Jahrhunderte zwischen dem Ende des Partherreichs (3. Jh. v. Chr. - 3. Jh. n. Chr. - Iran, Mesopotamien) und der arabischen Eroberung Persiens (226) bis zur Schlacht von Nehawend im Jahr 642 bzw. bis zum Tod des letzten Großkönigs Yazdegerd III. im Jahr 651.

In der Spätantike erstreckte sich das Reich der Sassaniden etwa über die Gebiete der heutigen Staaten Iran, Irak, Aserbaidschan, Turkmenistan, Pakistan und Afghanistan sowie einige Randregionen.

 

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[1] Karte aus SIEGLIN 1903, S. 8.