Nordwestdeutsches bronzezeitliches Absatzbeil
Klaus A.E. Weber
© [hmh, Gestaltung: Klaus A.E. Weber
Einzelfund eines nordwestdeutsches Absatzbeils │ um 1.600 v. Chr.
Ein relativ komplettes nordwestdeutsches, schlichtes Absatzbeil, aus Kupferlegierung gegossen, der mittleren/späten Bronzezeit, datiert: um 1.600 v. Chr., wurde als Einzelfund in Heinade/Salzbreite geborgen.[1]
Solche Absatzbeile werden aus einer zweiteiligen Bronzegussform hergestellt und bieten durch einen Absatz zusätzlichen Halt für einen hölzernen Schaft.
Beim Pflügen des Ackerlandes auf dem Gemarkungsstück „Salzbreite“, einem Südosthang bei Heinade in Richtung Merxhausen, konnte 1921 als Einzelfund ein bronzezeitliches Absatzbeil "ausgeackert" werden.
Auch dieser prähistorische Bodenfund in der Feldmark von Heinade belegt, dass sich bereits vor rund 3500 Jahren Menschen im Umfeld des Spüigbaches aufgehalten haben.
Das Spüligbachtal verbindet das Dasseler Becken mit dem Stadtoldendorfer Becken.

Spüligbach/Salzbreite nördlich von Heinade │ September 2023
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
◼ Originalgetreue Nachbildung des bronzzeitlichen Absatzbeils
2022 angefertigt von Jan Kahmann, Stadtoldendorf
[hmh Inv.-Nr. 1283

Originalgetreue Nachbildung des Absatzbeils in der Dauerausstellung
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Ein vergleichbares Absatzbeil aus der Hügelgräberbronzezeit wird im Heimatmuseum Northeim aufbewahrt.
Der Einbecker Stadtarchäologe Markus Wehmer [2] veröffentlichte 2026 eine Übersichtsarbeit zur bronzezeitlich Entwicklung im benachbarten Leinebergland.
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[1] Das Original befindet sicj in der Studiensammlung der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Holzminden (Kreisarchäologie).
[2] WEHMER 2026.