Zerstörung, Abriß, Restaurierung und Wiederaufbau
Klaus A.E. Weber

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Der Kreuzgang wurde in der Zeit um 1860 abgerissen.
Am 08. April 1945 – einem Sonntag – kam es in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs zu einer verheerenden Zerstörung des Klosters Amelungsborn durch einen US-amerikanischen Luftangriff.[5]
Durch die Bombeneinwirkung wurden große Teile des Klosters und der Kirche zerstört [7][14]:
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Südseite des romanischen Langhauses zu 95 %, der gotische Teil zu etwa 15 % [18]
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südliche Mittelschiffswand
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Teil der Westwand des südlichen Querarmes
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gesamte Verglasung mit den wertvollen Glasmalereien des späten 14. Jahrhunderts
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das Torhaus
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das Gästehaus
- die Grundmühle als Klostermühle.

© [hmh, Fotos: Klaus A.E. Weber
Reste des Kreuzgangs und der Konventgebäude wurden noch in den 1950er Jahren abgetragen.
"Am 2. Sonntag nach Trinitatis, dem 27. Juni 1965, wurden dem 1129 gestifteten und 1568 der Reformation zugeführten Zisterzienser-Kloster Amelungsborn aus den seit eineinhalb Jahrhunderten von dem Braunschweigischen Kloster- und Studienfonds, später von der Braunschweigstiftung verwalteten klösterlichen Besitzungen die Klosterkirche und der Klosterbezirk im Rahmen einer festlichen Zusammenkunft zurück übereignet."[16]
Wie bei den Abriß- und Restaurierungsarbeiten im 19. Jahrhundert wurde das Umfeld der Klosterkirche zerstört, teils auch aufgeschüttet.[32]
Erst am 12. August 1954 begann - nach langer Abstimmung und Planung - der Wiederaufbau; schließlich war im Sommer 1959 das geamte Bauwerk fertiggestellt.[18]
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[5] MARX/OSTERMANN 2021, S. 57-80.
[7] MAIER 1990, S. 33.
[14] MARX (o.J.).
[16] zit. in MARX/OSTERMANN 2021, S. 110.
[18] OSTERMANN/SCHRADER 1985, S. 81-89.
[32] GÖHMANN 1983, S. 25.