Das britische Kolonialreich – The British Empire
Klaus A.E. Weber
Aufstieg, Expansion, Niedergang
Bis zu den erkämpften Dekolonialisationsprozessen bestand vom 17. bis zum 20. Jahrhundert - also fast 400 Jahre lang - das mächtige Britisches Kolonialreich mit sich im Lauf der globalen Geschichte verändernden Kolonien.
Seit 1707 herrschte das Vereinigte Königreich Großbritannien (England und Schottland) - das British Empire - über Überseegebiete mit zahlreichen Kolonien und Protektoraten, global auf jedem bewohnten Kontinent.
Auf dem Höhepunkt seiner mperialen Macht war das British Empire das größte Kolonialreich der Geschichte, das mit Kampf und Waffengewalt einherging - mit Sklavenhandel und Sklavenarbeit, mit Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung und Verschleppung.
Noch heute besitzt Großbritannien zahlreiche Überseegebiete, deren Staatsoberhaupt der König von Großbritannien ist.
Die Sprache des vielvölkerreichen britischen Kolonialreichs war Englisch, das sich zur Weltsprache Nummer eins entwickelte.
Im Dienste Ihrer Majestät: Unterdrücken, Rauben, Plündern
In seiner Betrachtung zu dem Buch von William Dalrymple (*1965) mit dem Titel „Anarchie. Der verhängnisvolle Aufstieg der East India Company 1600-1874“ stellt DÜKER [1] zusammenfassend fest, dass das Buch des Historikers das Geschäftsmodell des britischen Kolonialismus erklärt, wobei man lernen kann, „wie stark der westliche Wohlstand auf privatem Raub und Plünderung basiert“.
Nach DÜKER lässt die Geschichte der privaten East India Company (IEC) „in unserer heutigen Welt der Tech-Milliardäre und multinationalen Unternehmen so frappierend vertraut wirken“.[1]
Die von 1600 bis 1874 bestehende Kaufmannsgesellschaft für den Indienhandel zeigt, „mit welcher Ignoranz die Briten ihrer Geschichte noch immer begegnen“, die vielfältige zusammengeräuberte Beutekunst eingeschlossen.
Das britische Empire war „das Businessmodell eines börsenorientierten Megakonzerns – ausgerichtet einzig und allein auf die durch alle staatlichen Eingriffe möglichst unbehelligte Profitvermehrung seiner Anteilseigner“.
Um das niederländische und portugiesische Monopol des lukrativen asiatischen Handels zu brechen, stellte Königin Elisabeth I. (1533-1603) „der frisch gegründeten ‚Governor and Company of Merchants of London Trading to the East Indies‘ am 31. Dezember 1600 in London“ einen Freibrief aus, der „Kaufleuten nicht bloß zollfreien Handel“ erlaubte, sondern „de facto das Outsourcing und die Privatisierung diverser Machtbereiche“ beinhaltete.[1]
Nach DÜKER [1] war die Formulierung des Freibriefes „so unbestimmt, dass sich ganze Generationen von Amtsträgern der EIC darauf berufen konnten, um die Befehlsgewalt über die Untertanen der englischen Krone in ganz Asien für sich zu beanspruchen“.
Königin Victoria (1819-1901) bezeichnete sich ab 1876 auch als Kaiserin von Indien.
֍ Terra X: Imperium - Kampf um die Weltmacht (ZDF 2008)
Britische Kolonien und Protektoraten
in Europa
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Irland - Die erste britische Kolonie
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Helgoland
im Nahen Osten
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Ägypten
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Stadt Aden im Jemen
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Palästina
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Jordanien
im übrigen Asien
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Pakistan
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Sri Lanka
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Myanmar
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Bangladesch
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Hongkong
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Singapur
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Malaysia.
in Ozeanien
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Australien
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Neuseeland
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Fidschi.
in Afrika
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Südafrika
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Simbabwe
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Sambia
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Botswana
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Ghana
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Nigeria
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Sudan
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Uganda
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Kenia
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Tansania
in Amerika
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An der Ostküste Nordamerikas bestanden 13 britischen Kolonien.
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Kanada
Inseln in der Karibik und im Pazifik
- Jamaika
in kleineren Gebieten
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Malta
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Zypern
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Gibraltar
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Falklandinseln
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Bermuda
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[1] DÜKER 2026.