Der imperiale Machtanspruch der USA - Profit pur
Klaus A.E. Weber
֍ 250 Jahre USA │ Sketch History: Best-of-spezial

Eisberg vor Grönland │ September 2025
© [hmh, Foto: privat an Klaus A.E. Weber
Im Jubiläumsjahr 2026 stellt die antidemokratische und zunehmend faschistisch agierende Regierung der USA ihre imperiale Macht wieder demonstrativ über das Völkerrecht.
Hiervon zeugt der aktuelle kolonialistische Machtanspruch der USA auf Grönland.
Exixtenzielle Bedrohungen aus den USA
Der rohstoffverbrauchende digitale Kolonialismus der Machtzentren ausländischer Plattformunternehmen folgt in den USA einem ideologischen Überbau, der Ideen der kolonialen Eugenik in der Gegenwart fortwirken lässt mit angeblicher Überlegenheit „genialer weißer Männer“ und unterschiedlicher Wertigkeit von Menschen.
Dabei ist es Ziel der faschistischen Kräfte in den USA, mit Bedrohungen, Einschüchterungen und Angst wie gerade auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse die regulierende Demokratie systematisch in Frage zu stellen und letztlich zu beseitigen.
Der Imperialismus mit ungleicher Machtverteilung und die Schieflage durch das Wirtschaftssystem des Kapitalismus, der für die Konzentration von Reichtum sorgt, lässt alte Muster des historischen Kolonialismus weiterwirken, indem der globale Süden die Ressourcen liefert, die vom globalen Norden kontrolliert werden, um daraus profitablen Nutzen zu ziehen.
Nicht zuletzt erwächst in der „ICE-Zeit“ der USA durch die zutiefst antidemokratische, neo-feudalistische Ideologie mit strategischer und persönlicher Abhängigkeit durch Annexion von sozialen Lebensbereichen eine strukturelle Benachteiligung mit akuter Bedrohung der mühsam erkämpften Demokratie und der Freiheit von Kunst und Kultur.
Die Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Akt der Sprachzensur „Forbidden Words“ sind hierfür Beispiele.
America, who are you?
Eine Mentalitätsgeschichte der USA
ARTE │ BR 2026 │ Ausstrahlung vom 23. Juni 2026
֍ Freiheit und Religion
„Am 4. Juli, dem Tag der Unabhängigkeitserklärung, feiern die USA ihr 250-jähriges Jubiläum.
Doch heute wirken die Vereinigten Staaten auf viele Europäer zunehmend fremd und immer bedrohlicher.
Wer die amerikanische Mentalität verstehen will, muss zurück zu den Wurzeln und Mythen, die sie geprägt haben.
Eine Geschichte voller Brüche und Konflikte, die bis heute nachwirkt.
Am Anfang steht das Ideal der Freiheit, seit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 Kern der amerikanischen Identität.
Doch dieses Versprechen galt lange nicht für alle.
Der Kampf um gleiche Rechte zieht sich durch die gesamte US-Geschichte – von der Abschaffung der Sklaverei über die Bürgerrechtsbewegung bis zu aktuellen Konflikten.
Ein zweiter Grundpfeiler ist der Glaube.
Religiöse Bewegungen, vor allem die christliche Rechte, beeinflussen die politische Debatte in den USA bis heute – vom Streit um Abtreibung bis zum Erstarken des christlichen Nationalismus.
Hinzu kommt der American Dream: die Vorstellung, dass sozialer Aufstieg durch Leistung möglich ist.
Doch der Mythos vom Selfmademan verdeckt eine Realität, in der nur wenige diesen Aufstieg tatsächlich schaffen.
Schließlich prägt ein allgegenwärtiger Patriotismus das Land.
Zwischen Stolz, Machtinteressen und globalem Sendungsbewusstsein bestimmen die USA ihre Rolle in der Welt immer wieder neu.
Diese vier Kräfte sind widersprüchlich, oft konfliktreich – und wirken bis heute fort.
Sie erklären, warum die USA faszinieren, polarisieren und herausfordern.
Und sie führen zu einer zentralen Frage: America – who are you?“
֍ Kapitalismus und Supermacht
„Die USA als Ikone der Freiheit, als Land der unbegrenzten Möglichkeiten, als Europas Partner und Verbündeter – das, so scheint es, war einmal:
Das Amerika Donald Trumps empfinden immer mehr Menschen 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung als fremd und bedrohlich.
Teil zwei folgt den Anfängen des US-Kapitalismus und dem Aufstieg zum selbsternannten Führer der freien Welt.
Die Unabhängigkeitserklärung von 1776, das Eintreten für Freiheit und Selbstbestimmung, gilt bis heute als Kern der amerikanischen Identität.
Allerdings wurden die USA im Laufe ihrer Geschichte diesem Anspruch selbst nicht immer gerecht:
Rassendiskriminierung, Ungleichheit, Bürgerrechtsbewegungen bis hin zu aktuellen Konflikten.
Bei allem fasziniert der American Dream bis heute:
Er verspricht jedem Menschen Wohlstand und Erfolg durch harte Arbeit, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status.
Auch diese Idee reicht bis in die Gründungszeit der USA zurück.
Mit der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Glaube an Erfolg und Aufstieg dann neue Formen an, etwa im Slogan "vom Tellerwäscher zum Millionär".
Umso dramatischer war der Wirtschaftszusammenbruch 1929.
Erst dem neugewählten Präsidenten Franklin D. Roosevelt gelang es, das Ruder mit seinem New Deal herumzureißen.
Neu war die Orientierung auf die soziale Verantwortung des Staates.
Der New Deal begründete aber auch den Konflikt zwischen den beiden großen Parteien um die Rolle des Staates.
Während die Demokraten für einen fürsorglichen Staat stehen, betonen die Republikaner – in puritanischer Tradition – die individuelle Eigenverantwortung und kritisieren die Ausweitung staatlicher Macht.
Dieser Konflikt spaltet die USA bis heute.
Dabei ist Patriotismus nach wie vor von zentraler Bedeutung, ebenso wie das amerikanische Sendungsbewusstsein.
Donald Trump hat mit der langen Tradition der USA als "leader of the free world" gebrochen.
Er und seine "MAGA"-Bewegung stehen heute eher für einen neuen Isolationismus.“
֍ Trump, no Limit
ARTE F 2026 │ Ausstrahlung vom 23. Juni 2026
„Seit seiner Wiederwahl 2025 macht US-Präsident Trump die Wirtschaft zur Waffe der Vorherrschaft.
Umgeben von ultrakonservativen Strategen setzt er eine neue Doktrin durch:
Aggressiver Protektionismus, gezielte Sanktionen und Einflusskrieg.
Der Erzfeind China soll geschwächt und eine neue Weltordnung geschaffen werden, in der es keinen Freihandel mehr gibt.
US-Präsident Donald Trump hat alle überrumpelt.
Wirtschaftlich besteht seine Offensive in der zweiten Amtszeit in einer abrupten Anhebung der Zölle, die in erster Linie China, aber auch zahlreiche andere Handelspartner trifft.
Der radikale Kurswechsel, vom Weißen Haus "Liberation Day" getauft, folgt einer einfachen Logik:
Innenpolitisch sollen die Zölle die Reindustrialisierung antreiben, Arbeitsplätze erhalten und das Gefühl des sozialen Abstiegs in Teilen der Wählerschaft dämpfen.
Diese Rückkehr zum Protektionismus geht mit Budgetkürzungen einher, vor allem für internationale Hilfsmaßnahmen.
So wurden die Mittel der Behörde für Entwicklungshilfe USAID, lange eine tragende Säule der US-amerikanischen Soft Power, drastisch gekürzt – mit der Folge, dass weltweit Hunderte Hilfsprogramme gestoppt oder ausgesetzt wurden.
Die Dokumentation beleuchtet die Auswirkungen dieser Einsparungen auf die Lage in der Demokratischen Republik Kongo, wo die amerikanischen Hilfen aufgrund der instabilen Sicherheitslage existenziell sind.
Hinter Trumps radikalen Maßnahmen verbirgt sich der Kampf um kritische Rohstoffe:
Seltene Erden, Kobalt, Lithium und Nickel sind für alle modernen Technologien, auch für militärische, unverzichtbar.
Bei einigen von ihnen, etwa den Seltenen Erden, dominiert China die Förderung und Verarbeitung und verfügt damit über ein gewichtiges strategisches und wirtschaftliches Druckmittel gegenüber den Vereinigten Staaten.
Um diese Abhängigkeit zu verringern, sucht Washington nach Alternativen.
Angesichts des Machtzuwachses von China macht die Trump-Administration keinen Hehl mehr aus ihren imperialen Ambitionen und setzt sich über frühere Bündnisse hinweg.“