Kultureinrichtung [hmh

Klaus A.E. Weber

 

Das HISTORISCHEN MUSEUM HELLENTAL (Kurzform [hmh) ist eine regionale Kultureinrichtung im Landkreis Holzminden in Südniedersachsen.

 

 

Moderne Definition der Kultureinrichtung Museum

Am 24. August 2022 hat die außerordentliche Generalversammlung von International Council Of Museums (ICOM) in Prag den Vorschlag für die neue Museumsdefinition angenommen.

Nach der Annahme lautet die neue ICOM-Museumsdefinition:

A museum is a not-for-profit, permanent institution in the service of society that researches, collects, conserves, interprets and exhibits tangible and intangible heritage.

Open to the public, accessible and inclusive, museums foster diversity and sustainability.

They operate and communicate ethically, professionally and with the participation of communities, offering varied experiences for education, enjoyment, reflection and knowledge sharing.”

In deutscher Übersetzung:

„Ein Museum ist eine gemeinnützige, dauerhafte Einrichtung im Dienste der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt.

Öffentlich zugänglich, zugänglich und integrativ fördern Museen Vielfalt und Nachhaltigkeit.

Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und unter Beteiligung von Gemeinschaften und bieten vielfältige Erfahrungen für Bildung, Vergnügen, Reflexion und Wissensaustausch.“

 

Im Spiegel von Kunst und Kultur in Niedersachsen [1]

Kunst und Kultur sind elementare Bausteine offener und demokratischer Gesellschaften.

In einer Zeit der Erschütterung, in der sich die Welt radikal ändert, ist das ein hohes Gut, denn Kunst und Kultur schaffen Orte der Begegnung, der gesellschaftspolitischen Debatte und lebendiger Demokratie.

Die Begegnung mit Kunst und Kultur stärkt die Persönlichkeit sowie das Selbstbewusstsein und das solidarische Miteinander.

Kunst und Kultur sind gerade in Zeiten, in denen demokratische Gewissheiten infrage stehen Orte, um notwenige Veränderungsprozesse auszuhandeln.

Kultur ist darüber hinaus ein harter Standortfaktor, schafft Arbeitsplätze und ist ein wichtiger Baustein im regionalen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Gefüge. …

Gerade in den ländlichen Räumen sichern Kultureinrichtungen und Kulturschaffende mit ihrer Arbeit nicht nur die kulturelle Grundversorgung, sondern sind Diskurs- und Versammlungsorte, Projekt- und Ausstellungsräume sowie Impulsgeber für zukunftsweisende Projekte. …

Eine lebendige und breite Kulturlandschaft braucht Museen, … und sich stetig neu entwickelnde Formate.“

 

Museen...

  • "bewahren und vermitteln das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Sie informieren und bilden, bieten Erlebnisse und fördern Aufgeschlossenheit, Toleranz und den gesellschaftlichen Austausch."[2]
  • "sind Orte des gesellschaftlichen Austauschs und Dialogs, die auf Basis ihrer Sammlungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart vermitteln und greifen als Agenturen des Wissens und der kulturellen Bildung Fragen unserer Zeit auf und fördern so im lokalen, regionalen und landesweiten Rahmen aktiv die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen der Gesellschaft.“[3]

 

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[1] aus dem Koalitionsvertrag zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Landesverband Niedersachsen und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen. 2022–2027. Kunst und Kultur in Niedersachsen, S. 78-82.

[2] Aus der Präambel der bundesweiten Standards für Museen.

[3] Newsletter 6/2021 des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V., Hannover, November 2021.