Entnazifizierung

Klaus A.E. Weber

 

Da ganz Deutschland vom Nationalsozialismus infiziert war, beschlossen die drei alliierten Siegermächte – UdSSR, USA, Großbritannien - auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 02. August 1945 die Entnazifizierung von "Nazi-Deutschland".

Die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung war gehalten, sich dem Entnazifizierungsverfahren in den Besatzungszonen zu stellen.

Hierfür diente als zentrales Instrument ein aus 131 Fragen bestehender Meldebogen auf Grund des Gesetzes zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus, der den alliierten Behörden zur Erhebung von Informationen über den Grad der NS-Beteiligung der betroffenen Personen.

 

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Fragebogen zur Entnazifizierung (1946) im Landkreis Holzminden [1]

© [hmh, Fotos: Klaus A.E. Weber

 

Die "Entnazifizierung" entgleiste letztlich und die nationalsozialistische Vergangenheit war längst noch nicht aufgearbeitet.

In einem Wahlplakat zur Bundestagswahl 1949 forderte die 1948 gegründete FDP, die Entnazifizierung zu beenden.

 

FDP-Wahlplakat zur Bundestagswahl 1949 [2]

 

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[1] KommA HOL.

[2] Bildquelle: wikipedia.org/wiki/Entnazifizierung.