Wenn „Alles in Butter" ist
Klaus A.E. Weber
Ist „Alles in Butter", dann ist „Alles Sicher"
Die Redewendung „Alles in Butter" soll auch einen spätmittelalterlichen Ursprung haben, als wertvolle, aber äußerst fragile Gläser von Händlern zum Schutz vor Bruch in eine heiße, flüssige Buttermasse als Stoßdämpfer eingegossen wurden.
Nach Abkühlen und Aushärtung der Butter waren die kostbaren die Gläser bruchfest fixiert, so dass beim Transport das Gerumpel auf dem Holzwagen ihnen nichts anhaben konnte - zumindest in der kalten Jahreszeit.
Dies soll vor allem für den beschwerlichen Glastransport auf der Route von Venezien über die Alpen verwendet worden sein, da hierbei ein Holzfass von der Kutsche fallen konnte.
Die teure, zerbrechliche Glasfracht konnte dank der Schutzschicht aus Butter bei langen Fahrten sicher vor Bruch bewahrt und unbeschadet veräußert werden.
Dieses Verfahren fand im Übrigen auch für den bruchfesten Transport anderer kostbarer Produkte, wie Porzellan, Verwendung.
Also: Wenn „Alles in Butter" ist, so ist alles problemlos in Ordnung und „Alles im grünen Bereich!"
֍ Alles in Butter │ WDR 2022