Holzhandwerk und heiße Reifen
Klaus A.E. Weber
Das Rad [3]
Wer hat das Rad erfunden?
Darüber streiten sich die Historiker bis heute.
LWL-Freilichtmuseum Detmold
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Was einst Stellmacher/Wagner und dörfliche Grobschmiede bei ihrer gemeinsamen Arbeit bauten:
֍ Ein Wagenrad (SWR 24. März 2024)
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Ein traditionell aus einem ein Stück Holz gefertigtes Speichenrad besteht aus Nabe, Speichen und Felge – hergestellt in einer Stellmacherei/Wagnerei.
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Ein Eisenreifen aus Bandstahl wird um die Felge und Nabe geschmiedet – gefertigt in einer Dorfschmiede.
Die auf der Tenne ausgestellten Ackerwagenräder haben eine Holznabe, 12 Holzspeichen und einen Radkranz aus sechs hölzernen Felgen.
Die Hinterräder sind im Durchmesser größer als die Vorderräder.
Dorfschmiede mit Esse und Blasbalg im LWL-Freilichtmuseum Detmold
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Arbeitsgeräte der Landschmiede
Das Schmieden von Eisen ist die älteste Metallbearbeitungstechnik.
LWL-Freilichtmuseum Detmold
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Während des Schmiedens dienen dem dörflichen Grobschmied zahlreiche Werkzeuge, wie verschieden lange Schmiedezangen aus Stahl mit verschieden ausgeformten Zangenköpfe zum Halten der Werkstücke.[1]
Amboss aus Hellental
© [hmh, Foto: Mechthild Ziemer
∎ Amboss
Grundwerkzeug einer Schmiede
Stahlguss
1. Hälfte 20. Jahrhundert
Flachzangen und Wolfsmaulzange (Bildmitte)
© [hmh, Foto: Mechthild Ziemer
∎ Wolfsmaulzange
∎ Flachzangen
Schmiedezangen mit flachem Maul
Dengelamboss und Dengelhammer
© [hmh, Foto: Mechthild Ziemer
∎ Dengelamboss und Dengelhammer
Dengelamboss mit eiserner Querstrebe [2]
Das Dengeln mittels Dengelhammer diente zum Schärfen von Sensen und Sicheln im Feld
1. Hälfte 20. Jahrhundert
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[1] SIUTS 2002, S. 326-329.
[2] SIUTS 2002, S. 54-56.
[3] Blog-Artikel des Schweizerischen Nationalmuseums vom 26. Juni 2000 von Samuel van Willigen, prähistorische Archäologie studiert, arbeitete bis 2020 als Kurator beim Schweizerischen Nationalmuseum.