Die Frankfurter Küche
Klaus A.E. Weber
Ein kulturelles Erbe der 1920er Jahre
Im Gegensatz zum vorgestellten alten ländlichen Küchenraum gilt die in den 1920er Jahren entstandene, innovative „Frankfurter Küche“ als Meilenstein moderner Wohnkultur.
Die Küche avanciert zum abgegrenzten Arbeitsplatz von maximal 6 bis 7 m².
Industriell angelehnt, entwarf die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000) eine kompakte Konzeption, um die Wege und Arbeitsschritte bei der Hausarbeit so effizient wie möglich zu gestalten.
Das Küchendesign der ersten industriell gefertigten Einbauküche war mit klaren Linien und durchdachter Ordnung funktional, platz- und zeitsparend und konsequent auf Arbeitsabläufe optimiert.
Aus einem kritischen Blickwinkel betrachtet, stellt sich heute die Frage, ob die Frankfurter Küche eine Care-Arbeitsfabrik war?