MUSEUM IM BACKHAUS │ Museum für Glas & Brot

Am Teiche 2 │ 37627 Heinade-Hellental

 


Giebelseite des [hmh-Museums im Backhaus │ 2019

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Malerisch gelegen, befindet sich das ehemalige Gemeinde-Backhaus oberhalb des alten Mühlenteiches im Dorfzentrum des in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstandenen Solling-Bergdorf Hellental.[1]

Das Fachwerkgebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert ist als zeittypisches ländliches Dorfbackhaus ein Zeitzeugnis der Regionalgeschichte des Sollings - wie ein Freilichtmuseum mit begehbarer Geschichte.

Das alte Dorfbackhaus gehörte einst der kommunal selbständigen Hellentaler Dorfgemeinschaft und ist noch heute in kommunalem Eigentum der Gemeinde Heinade.

 

 

Das Museum - Ehemaliges Gemeinde-Backhaus

Das Fachwerkhaus ist eines der wichtigsten Museumsobjekte des Historischen Museums Hellental, dem regionalen LandMuseum für Geschichte, Archäologie und Alltagskultur im Solling.

Das am Tag des offenen Denkmals® am 14. September 2008 nach längerer Sanierungsphase wieder öffentlich zugängliche Dorfbackhaus beheimatet in seiner geschichtsträchtigen Architektur heute die kompakt präsentierten Themenbereiche GLAS & BROT.

Der Museumsbesuch lässt anschaulich werden, weshalb der aus Brandschutzgründen freistehende Fachwerkbau mit seinem direkt innen befeuerten Gewölbebackofen ein wertvolles Zeugnis eigener dörflicher Kultur im ehemals braunschweigischen Solling darstellt.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen eine inspirierende kulturhistorische Zeitreise - analog und digital.

 

Glas und Brot - Gefertigt mit Hilfe von Feuer im Ofen

In den Ausstellungen wird gezeigt, dass die manuelle Glasfertigung und das traditionelle Brotbacken ein gemeinsames Merkmal charakterisiert: Wissen, Geduld, Kreativität und Teamwork.

 


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GLAS

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Als kultureller Entdeckungsort in der Glaslandschaft der Solling-Vogler-Region betätigt sich das Museumshaus aktiv an der Erforschung, Dokumentation, Bewahrung und Vermittlung der regionalen Glas- und Backhausgeschichte.

 

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BROT

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Ein lebendiges Zeugnis eines zentralen Dorfbackhauses als Lohnbäckerei mit staatlich konzessioniertem Steinbackofen im ehemals braunschweigischen Weserdistrikt ist das kulturhistorisch bedeutende Gemeinde-Backhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Der Themenbereich BROT zeigt in kompakter Präsentation, wie unter der landesväterlichen Regentschaft des aufgeklärten Herzogs Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1713-1780) am 04. Juli 1744 gemäß landesherrlicher Verordnung die Anlegung besonderer Backhäuser angeordnet wurde, um Bau- und Brennholz einzusparen und dem "bisherigen Holz-Verderb" entgegen zu wirken.

Durch diese Landesverordnung gab Herzog Carl I. seinen "getreuen Unterthanen" im Weserdistrikt verpflichtend vor, in den Dörfern "Gemeinde Back-Häuser" zu errichten.

 

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[1] Klaus A.E. Weber: Herzog Carl I. und das Gemeinde-Backhaus in Hellental. In: Braunschweigische Heimat. 111. Jg. Ausgabe 1/2025, S. 9-20.