UNSER MUSEUM

Museumsleitung

 

„Ein Museum ist ein sinnlicher Ort, wo es viel zu entdecken gibt.“ [5]

 

Eine Vielzahl von Stadt- und Heimatmuseen entstand seit der Konstituierung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 als „eine Antwort auf den politischen Bedeutungsverlust der Regionen, auf Industrialisierung und Verstädterung zu geben versuchten, indem sie sich allen Gebieten der materiellen Überlieferung widmeten“ - und in Folge des kulturellen Wertewandels nach 1968 galt es, „den (groß)bürgerlichen und fürstlichen Sammlungen etwas entgegen zu setzen“.[4]

 

Unsere Ausstellungshäuser

Das Historische Museum Hellental ist als Regionales LandMuseum für Geschichte, Archäologie und Alltagskultur im Solling eine Kulturgut bewahrende Einrichtung in der niedersächsischen Museumslandschaft.

Unter dem Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e. V. wurden im Oktober 2019 zwei historische Fachwerkgebäude zu Museumshäusern unter dem Dach des ehrenamtlich geführten Historischen Museums Hellental als regionales LandMuseum für Geschichte, Archäologie und Alltagskultur im Solling zu einem Kultur- und Bildungsort zusammengeführt:

Sollinghaus Weber │ Museum der Alltagskultur

Museum im Backhaus │ Museum für Glas & Brot

 

Zentrale Kultureinrichtung

Das LandMuseum mit seinen beiden Ausstellungshäusern versteht sich als

  • Erlebnisort, an denen das vielfältige lokale und regionale Kultur- und Naturerbe Niedersachsens lebendig erfahrbar ist
  • authentisches historisches Zeugnis des 19. Jahrhunderts mit kulturhistorischen und gesellschaftlichen Werten

  • als gebaute, identitätsstiftende Geschichte und gelebte Erinnerung

  • Wissensspeicher für das lokale und regionale kulturelle Gedächtnis
  • Ort des gesellschaftlichen Austauschs und Dialogs und der demokratischen und pluralistischen Teilhabe

  • Ort des Lernens und der kulturellen und demokratischen Bildung.

Nach ASSMANN [1] ist ein "kulturelles Gedächtnis" das Ergebnis unablässiger, intensiver kultureller Arbeit, wobei er weiter ausführt:

"Die Gesellschaft braucht ein Gedächtnis, wie der Einzelne eins braucht: um zu wissen, wer wir sind und was wir erwarten können, um uns zu orientieren und zu entwickeln."

Dabei ist Kultur „dieses vielstimmige Gespräch über Generationen hinweg, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch widerstreitende Erzählungen verbindet".[2]

Unser LandMuseum versteht sich im Dienst der Gesellschaft als attraktiver und relevanter Wissens-, Wohlfühl- und Entdeckungsort, als Ort der gesellschaftlichen Begegnung und des Austausches, als Ort des Staunens, Erinnerns und Wohlfühlens, als Ort der Ruhe und Entschleunigung, der historisch-politischen Bildung sowie als Ort der Kultur und Demokratie.

Als lernendes Museum hat unser LandMuseum zum Ziel, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, offen zu bleiben für Veränderung und gemeinsam mit anderen Museen zu wachsen.

Als historisches Museum mit wissenschaftlichem Anspruch haben wir gegenüber unseren Besucher*innen die Verantwortung, ausgehend vom derzeitigen Fachwissen, die Themenbereiche korrekt darzustellen.

Dabei müssen wir offen und ehrlich sagen, dass wir aufgrund der nur begrenzt verfügbaren historischen und archäologischen Quellen über viele Aspekte damaligen regionalen Lebens wenig oder mitunter auch nichts wissen.

 

Die Fachwerkhäuser

Fachwerkhäuser sind in ganz Deutschland zu finden.

Die Konstruktionsweise dieser Häuser ist denkbar genial und nachhaltig.

Hölzer werden – einfach gesagt – miteinander verbunden und die entstandenen Zwischenräume mit regionalen Baustoffen, wie zum Beispiel Lehm oder Backstein, verfüllt.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Bauarten von Fachwerkhäusern: die Rähmbauweise, bei der die Stockwerke einzeln gebaut und gestapelt werden und die Ständerbauweise, bei der die Ständer des Gebäudes vom Sockel bis zum Dach reichen.

Damit die Konstruktionen an Stabilität gewinnen, werden an den Eckständern schräge Hölzer als Stützen angebracht.

Dies sind die so genannten Schwertungen.

Je nach Größe des Hauses ziehen sich diese schräken Stützen über mehrere Geschosse.“[3]

 

⊚ Zum Anklicken

Sollinghaus Weber │ Museum der Alltagskultur

Haupthaus

© [hmh, Foto: Mechthild Ziemer

 


⊚ Zum Anklicken

Museum im Backhaus │ Museum für Glas & Brot

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

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[1] ASSMANN 2018.

[2] BENHABIB 2016 zitiert in ASSMANN 2018.

[3] DENKMALSCHUTZ 2023: Leichter gesägt als getan. Die Schwertung. S. 28.

[4] Historisches Museum Frankfurt (Hg.): Die Sammlungen - Geschichte, Strategie, Forschung. CURA 2021, S. 8, 28, 36.

[5] Kuratorin Pia Schubiger, Forum Schweizer Geschichte in Schwyz. 2024.