Dauerausstellung Glas & Brot

Klaus A.E. Weber

 

Erkundungstour durch das Museum

Kompakt in zwei Themenräumen

 

© Historisches Museum Hellental, Fotos: Klaus A.E. Weber

 

Station 20

ALTES GLAS

  • Kleine Zeitreise durch die spannende Kulturgeschichte des Glasmacherhandwerkes - Exemplarisch veranschaulicht anhand von originalen und nachgebildeten Formgefäßen vorrömischer, etruskisch-griechisch-römischer, mittelalterlicher und neuzeitlicher Trink-, Schenk- und Vorratsgefäße.
  • Auswahl von Befunden und Funden verschiedener Standorte von Waldglashütten im Umfeld des Hellentals
  • Hellental als markanter Ort der Jahrhunderte währenden Glasgeschichte des Sollings - einem Kernraum europäischer Glasherstellung - mit frühesten Zeugnisse des archäologischen Sachguts hoch-/spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten im "Alten Tal der Glasmacher".
  • Wanderarbeit von Waldgläsnern prägte einst die mittelalterliche und neuzeitliche Glasherstellung und -bearbeitung im Umfeld des Hellentals.
  • Rekonstruktion eines relativ kleinen Glashafens (Glasschmelztiegel) einer mittelalterlichen Glashütte im Hellental um 1200
  • Vor dem Hintergrund einer originalgetreuen Nachfertigung des Wanfrieder „Tellers  mit dem Falkenmotiv“ von 1605 unterstreicht der besondere Bodenfund polychrom bemalter Werrakeramik mit Ritzdekor auf einer frühneuzeitlichen Glashütte weitläufige Handelsbeziehungen und den Wohlstand eines Hüttenmeisters im Hellental.

 



© Historisches Museum Hellental, Fotos: Klaus A.E. Weber

 

Station 21

BROTBACKEN

  • Im 18. Jahrhundert erlangte auch das Brot als Hauptbestandteil der sich wandelnden Nahrungsgewohnheit eine zentrale Bedeutung in der Ernährung.

  • Die im 19. Jahrhundert anwachsende ländliche Bevölkerung musste ihr Brot in gesonderten, fremden Backöfen backen lassen, wenn kein Brotkauf möglich war.

  • Den steigenden Brotbedarf konnten Lohnbäckereien als Gewerbebetriebe abdecken, indem der Brotteig zuhause zubereitet und gegen Entgelt in der Lohnbäckerei gebacken wurde.

  • Ein lebendiges volkskundliches Zeugnis eines zentralen Dorfbackhauses als Lohnbäckerei mit staatlich konzessioniertem Steinbackofen im ehemals braunschweigischen Weserdistrikt ist das kulturhistorisch bedeutende Gemeinde-Backhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und dessen dörfliche Nutzungshistorie, basierend auf der herzoglichen Verordnung

    von 1744 durch Carl I. im Rahmen des "Fürstlichen Landesausbaus" im 18. Jahrhundert.

 

Fürstlich rote Tafeln

Eine kleine Auswahl der fürstlich roten Tafeln der Ausstellungen

  • Arbeit, Holz und Porzellan. Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel und die Wirtschaftspolitik im 18. Jahrhundert. Der Weserdistrict [1]

  • Spurensuche in der Kulturlandschaft - Wirtschaftsförderung im Weserbergland vor 300 Jahren [2]

aus dem Jahr 2013 wird im Historischen Museum Hellental in dem Museum im Backhaus präsentiert.

 

Thema [2]

  • Herzog Carl I. │ S. 7-15

  • Sandgrube bei Lenne │ S. 40-41

  • Backhaus Hellental │ S. 44-45

 

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[1] Thomas Krueger: Arbeit, Holz und Porzellan. Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel und die Wirtschaftspolitik im 18. Jahrhundert. Der Weserdistrict. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Museum im Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg. 23. März bis 06. Oktober 2013. Holzminden 2013.

[2] Thomas Krueger, Hilko Linnemann: Spurensuche in der Kulturlandschaft. Wirtschaftsförderung im Weserbergland vor 300 Jahren. Mit Fotos von Jörg Mitzkat. Holzminden 2013.

[3] SAMTGEMEINDE STADTOLDENDORF 2008, S. 53.