Tabakfabrikaten

Klaus A.E. Weber

 

Für Hellental gab es im 18./19. Jahrhundert ein dörfliches Tabakwesen mit selbständig arbeitenden Tabakfabrikanten, wahrscheinlich durch eine nebenberufliche Tätigkeit.

So war Georg Heinrich Konrad Timmermann als „Tabakfabrikant“ im Hellentaler Tabakwesen tätig gewesen, ebenso auch der Gastwirt Georg Friedrich Daniel Theodor Timmermann und Karl Friedrich Ludwig Schütte.

Zwischen 1906 und 1910 sollen kurzzeitig in dem Haus Ass.-№ 9 Karl Brackmann und in dem Haus Ass.-№ 29 Karl Gehrmann als Zigarrenmacher gearbeitet haben; letzterer soll bis etwa 1930 Zigarren hergestellt haben.

 

Tabakspinner

Unter den Steuer zahlenden Handwerkern des Jahres 1765 wurde  ein „Tabakspinner" benannt (Caspar Wedel).

Tabakspinner arbeiteten Rohtabak auf, indem sie Tabakblätter zu langen, festen Rollen („Tabakseilen“) für den Pfeifen- und Kautabakkonsum zusammendrehten

 

Tabakfabrikant Georg Timmermann

Das Fachwerkhaus des Tabakfabrikanten Georg Timmermann wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet, wie es die schlichte Hausinschrift zur Selbstdarstellung des Bauherrn mit Namen und Jahreszahl am ehemaligen Hauseingang an der traufenständigen Gebäudeseite ausweist:

 

GEORG TIMMERMANN │ ANNO

FRIEDERIKE │ GB │ KROP │ 1836

 

Der 28-jährige Georg Timmermann hatte zuvor am 17. November 1811 in Heinade die am 15. November 1792 in Merxhausen geborene, 19-jährige Eleonore Friederike Luise Karoline Kropp geheiratet.

 

Zigarrenpressformen

Zigarrenpressformen gehören zu den wichtigsten Utensilien der manuellen Zigarrenherstellung.

Tabakpresse aus Holz

  • zwei einzelne, gleich lange Holzteile (Ober- und Unterteil) mit verleimten Einzelteilen für 20 Zigarren

  • Pass-Stifte (1/2) zur passgenauen Zusammenführung von Ober- und Unterteil

Eingebranntes Firmenlogo

  • Carl Intelmann Komm.-Ges. │ Gegr. 1862 │ Ciag │ Bad Zwischenahn i/O. │ № 19315 │ 306