[hmh SOLLINGHAUS WEBER │ Museum der Alltagskultur

Lönsstraße 6 │ 37627 Heinade-Hellental

 

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Herzlich Willkommen im Museum der Alltagskultur - vor Ort und digital!

Erstmals konnte das Museum der Alltagskultur seine Pforten öffentlich zum Tag des offenen Denkmals am 08. September 2019 öffnen.

Es befindet es sich im alten Hellentaler Dorfkern in einem markanten Fachwerkgebäude des späten 19. Jahrhunderts (1884, Ass.-№ 40).

Das 2013 erworbene agrarisch-handwerkliche Gebäudeensemble verfügt über eine ortstypische Gebäudegeschichte.

Im heutigen Alltag bereichern Fachwerkgebäude ganz selbstverständlich unsere Städte und Dörfer - sind aber vom Abriss und von baulicher Überformung und Zweckentfremdung bedroht.

 

Landwirtschaftlich basiertes Gebäudeensemble

In der 1753 im Rahmen des fürstlichen "Neuen Anbaus auf dem Lande" im Solling planmäßig entstandenen Hellentaler Arbeitersiedlung spiegelt das authentische, ehemals landwirtschaftlich basierte Gebäudeensemble die regionale ländliche Baukultur und Formensprache der kennzeichnenden Hausform Sollinghaus wieder.

Es besteht aus einem

  • Haupthaus (Wohnhaus)

  • Wirtschaftsgebäude (Scheune/Tenne)

  • Nebengebäude - Stallgebäude mit Holz- und Kohlenlager

  • Fachwerkhof.

Das repräsentative Fachwerkhaus erinnert mit seinem Sockel aus regelmäßigem Schichtmauerwerk und hoher Freitreppe mit Podest aus Sollingsandstein daran, dass im 18. Jahrhundert erstmals Häuser eines besonderen, nicht bäuerlichen Typs errichtet wurden, die alleinig dem Wohnen und Hauswirtschaften dienten.

Dabei wird anschaulich erkennbar, wie sich die sozioökonomischen Besonderheiten der Hauseigentümer einst ausgewirkt haben.

Mit seiner musealen Nutzung als Ausstellungshaus soll das nachhaltig sanierte Fachwerkgebäude als regionales architektonisches Erbe erhalten und kulturtouristisch in Wert gesetzt werden.

 

Museumshaus in der Lönsstraße 6 │ 37627 Heinade-Hellental

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber │ © Foto: Mechthild Ziemer

 

Erkundungstour durch das Museum

Überall gibt es etwas zu entdecken und zu erleben

Als regionaler kulturhistorischer "Wissensspeicher" vermittelt das Museum gemeinsam mit dem Museum im Backhaus anschaulich nachvollziehbar die glas- und dorfgeschichtliche Sachkultur des "Alten Tals der Glasmacher" im Solling.

Als Gegenbild zur heutigen Moderne wird in den Ausstellungsräumen ein ländlicher Alltag dokumentiert und inszeniert, wie er spätestens seit den 1960er Jahren im Verschwinden begriffen war.

Museumsbesucher*innen begegnen an authentisch historisch-dörflicher Stätte der Alltagskultur des Glasmacherortes und späteren Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorfes, wie auch den Lebens- und Wohnumständen und der Alltagsarbeit seiner Bewohner*innen.

Einerseits war das damalige Landleben naturverbunden und überschaubar, andererseits aber auch hart und bot wenig Raum für Individualität.

 

Blick auf den hofseitigen Haupteingang

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Die Schatzsuche führt Sie auf drei Etagen mit rund 430 m² in den Themen:Stationen WALD|GLAS|DORF durch die lokal- und regionalhistorische Dauerausstellung.

 

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Hier begegnen Sie dem kulturellen Erbe des einzigartigen Glasmachertals im nördlichen Solling - von den archäologischen Kulturspuren prähistorischer Menschen bis zur dörflichen Alltagskultur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch - und wünschen Ihnen eine inspirierende Zeitreise mit Spaß am Lernen im Museum der Alltagskultur.

 

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