Am Waschtag benutzt

Klaus A.E. Weber

 

Waschzuber mit Waschbrettern

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

∎ Ovaler Dreibein-Holzzuber │ um 1900

Hellental

Holz, Metall

Bütte │ Waschfass │ Waschbottich zum Wäschewaschen und zur Körperpflege (Waschzuber)

Böttchereiarbeit

[hmh Inv.-Nr. 1167

 

Badewasser-Bottich │ um 1500

Ausschnitt des oberschwäbischen Tafelbildes „Geburt Mariens“

Augustinermuseum Freiburg │ 2026

 

 

∎ Holz-Wäschestock │ um 1950

Hartholz

Wäscherührholz │ Kesselstab mit einer Länge von 66 cm │ Loch mit Schnur am oberen Ende

Aufschrift:

  • „Persil bleibt Persil“

  • „Zum Saubermachen - Henkelsachen!“

Der Hartholzstab wurde benutzt, um 90°-Kochwäsche im heißen Bottich umzurühren, um in der Waschlauge den Schmutz zu lösen.

[hmh Inv.-Nr. 1168

 

Waschbretter │ 1. Hälfte 20. Jahrhundert

Waschbretter dienen zum Waschen von Kleidungsstücken bei der Handwäsche.

Hierzu werden die Waschbretter schräg in den Waschzuber gestellt und die schmutzige Wäsche mit Schmierseife bzw. Kernseife so lange über die Rippel gerieben, bis die Verschmutzung gelöst ist.

 

∎ Waschbrett mit profilierter Gußglasplatte

Holzrahmen, in den eine gewellte Glasplatte mit horizontalem Wellenmuster (Rippen) eingesetzt ist [1]

Glas, Holz

[hmh Inv.-Nr. 1170

 

∎ Waschbrett mit profilierter Metallplatte

Holzrahmen, in den eine gewellte Metallplatte mit horizontalem Wellenmuster (Rippen) eingesetzt ist

Metall, Holz

[hmh Inv.-Nr. 1169

 

Wäscheklopfer │ Wäschebleuel

Die Bleuel │ Wäscheklopfer │ Schlaghölzer dienten dem Ausschlagen der Wäsche, um Schmutzreste zu entfernen.

Die vorbehandelten Wäschestücke wurden auf eine harte Unterlage (Steinboden, Holzplatte) gelegt und mit dem Wäscheklopfer mehrfach geschlagen, wodurch der Schmutz von den Stofffasern gelöst und das Waschwasser mitsamt dem Schmutz aus dem Gewebe gepresst wurde.

Die Wäscheklopfer wurden jeweils aus einem massiven Stück (Eichen-)Holz hergestellt.

Dem länglichen, zylindrischen, ergonomisch geformten Griff folgt die Klopffläche mit parallelen Seiten und einem geraden Abschluss.

 

Wäscheklopfer / Bleuel

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

∎ Wäscheklopfer │ um 1900

Hellental

Eichenholz

Die Oberfläche eines der beiden Wäscheklopfer ist teilweise gerissen.

[hmh Inv.-Nr. 1181

 

Wäscheklammern

Gewaschene Textilien wurden zum Trocknen im Wind auf die Wäscheleine ins Freie gehängt, wobei das mit einem Überschlag über die Wäscheleine gelegte Wäschestück mit aufgesteckten Rundkopf-/Sturmwäscheklammern oder Hebel-Wäscheklammern aus Holz fixiert wurde.

Die Wäscheklammern wurden in einem Klammerbeutel aufbewahrt.

 

Rundkopf-/Sturmwäscheklammern

© [hmh, Foto: Mechthild Ziemer

 

∎ Rundkopfwäscheklammern │ um 1950-1960

Sturmwäscheklammern

Die ursprüngliche federlose Form der hölzernen Wäscheklammer ist die Rundkopfwäscheklammer, auch Sturmwäscheklammer genannt.

Die noch heute im Fachhandel erhältliche klassische Rundkopfwäscheklammer ist ein mit einem sich Y-förmig öffnenden Schlitz versehenes, unbehandeltes und unterschiedlich langes Stück Buchenholz, welches auf das mit einem Überschlag über die Wäscheleine gelegte Wäsche gesteckt wurde, um sie an der Wäscheleine zu fixieren.

  • Holzklammern mit kugelförmigem Kopf │ Länge: 112 mm, Durchmesser: 14 mmn

  • Holzklammern mit scheibenförmigem Kopf │ Länge: 125 mm, Durchmesser: 15 mm

Haushalt Hellental

Buchenholz

[hmh Inv.-Nr. 1252

 

Hebel-Wäscheklammern

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

∎ Hebel-Wäscheklammer │ um 1970

Das mechanische System einer Hebel-Wäscheklammer besteht aus zwei gegensinnig angebrachten identischen Schenkeln aus Buchenholz, die in der Mitte von einer Schenkelfeder aus nichtrostendem Metall stabil zusammengehalten werden.

Jeder Klammerschenkel weist einen hinteren Bereich als Hebelarm und einen vorderen, eine Backe bildenden Bereich auf, welche der entsprechenden Backe des anderen Schenkels zugewandt ist und mit der anderen Backe über die Schenkelfeder zusammenwirkt, die für den Aufbau von Druck sorgt.

Haushalt Hellental

Holz

[hmh Inv.-Nr. 1364

 

∎ Wäscheklammerbeutel │ um 1970

Wäscheklammer-Kleid mit Kleiderbügel

Der textile Wäscheklammerbeutel wurde beim Wäscheaufhängen benutzt und ist in Form eines rotbunten Mädchenkleides gestaltet.

Hellental

Textil, Rüschen

 

Wäscheleinenaufwickler

Die Wäscheleinenaufwickler aus unbehandeltem Buchenholz dienten als mechanisches System dem Aus- und Aufrollen der Wäscheleine und ihrer Lagerung.

Das Holzgerüst ist zum Auf- und Abwickeln fest mit einem mit den Seitenteilen verbundenen Haltegriff sowie einen durch die beiden Seitenteile frei gefügten Griff drehbar gestaltet - drei Streben mit zwei begrenzenden abgerundeten Haltestangen.

Eine Schnur aus Sisalfasern wurde als Wäscheleine nur am Waschtag auf einem Gestell im Freien oder im Keller gespannt, wodurch sie immer sauber blieb.

 

∎ Wäscheleinenaufwickler mit Wäscheleine │ um 1950-1960

Hellental

Buchenholz, Sisalfasern

[hmh Inv.-Nr. 1365

 

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[1] vergl. SCHAICH 2011, S. 63 Abb. 687, 688.