13-1 Alte Weibs-Bilder - Zeitfiguren

Klaus A.E. Weber

 

Altsteinzeit > Holländischer Barock > Moderne Werbung

 

Zeitfiguren der Altsteinzeit

Eiszeitkunst der mitteleuropäischen Altsteinzeit - Verbindung von naturalistischer Gestaltung und symbolischem Ausdruck

 

Aurignacien

Die Originale der im Historischen Museum Hellental gezeigten originalgetreu Nachbildungen des MUT stammen aus Höhlenfundstellen (Grabungen und Nachgrabungen) am Südrand der Schwäbischen Alb (Baden-Württemberg).

Die Figuren wurden vor etwa 35.000-40.000 Jahren - im Aurignacien (Kultur im Jungpaläolithikum) - aus Mammutelfenbein geschnitzt und sind nach heutigem Forschungsstand die ältesten figürlichen Kunstwerke der Welt.

 

Frauenfigur "Venus vom Hohle Fels" │ ~ 43.000 Jahre alt │ Kopie

Die nahezu vollständig erhaltene vollplastische Frauenfigur wurde 2008 in der Höhle „Hohle Fels bei Schelklingen“ gefunden. Die mit sorgfältig ausgeführten anatomischen Details imponierende paläolithische Figurine ist die älteste bisher bekannte Plastik der Welt.

 

 

Mammut vom Vogelherd │ ~ 35.000 Jahre alt │ Kopie

Die nicht ganz vollständig erhaltene, durch eindrucksvolle Details gekennzeichnete Mammut-Figur mit seitlichen Ritzmustern wurde in der Vogelherdhöhle im Lonetal 2006 entdeckt.

 

Anthropomorphes Halbrelief │“Adorant“│ ~ 40.000 Jahre alt │ Kopie

Das Elfenbeinplättchen mit der Darstellung eines Mischwesens aus Mensch und Tier wurde 1979 in der Geißenklösterle-Höhle entdeckt. Auf der Vorderseite ist eine menschliche Figur im Halbrelief zu erkennen. Wegen der neben dem Kopf erhobenen Armen - eine Anbetungs- oder Abwehrhaltung - wird die Figur als „Adorant“ bezeichnet.

 

Gravettien

Frauenstatuette "Venus von Willendorf" │ ~ 29.500 Jahre alt │ Kopie

Bei der im August 1908 bei Bauarbeiten zur Donauuferbahn in Willendorf in der Wachau gefundenen, aus oolithischem Kalkstein symmetrisch geschnitzten Frauenstatuette handelt es sich um eine vollständig erhaltene Skulptur aus der Epoche des Gravettien.

Jene Epoche der jüngeren Altsteinzeit (etwa 35.000-27.000 v. Chr.), die auf das Aurignacien folgte, fällt klimageschichtlich in die Abkühlungsphase vor dem zweiten Kältemaximum der Weichsel-/Würm-Kaltzeit (etwa 115.000-10.000 Jahre v. Chr.).

In dieser glazialen Umwelt entstand die einst dick mit roter Farbe bemalte Statuette in halbsitzender Haltung, mit Gesichtslosigkeit – ein vollendetes Meisterwerk altsteinzeitlicher Plastik.

 

Frauenstatuette "Venus von Willendorf"

29.500 Jahre alte Figur aus oolithischem Kalkstein

Naturhistorisches Museum Wien │ Original-Abguss [2]

© Historisches Museum Hellental, Fotos: Klaus A.E. Weber

 

Zeitfiguren des Holländischen Barock

17. Jahrhundert

 

Jan (Johannes) Vermeer, gen. Vermeer van Delft (1632–1675)

Delfter Barockmaler

Rijksmuseum Amsterdam 2023: Ausstellung „Closer to Vermeer

The mystery of Vermeer has clung to the artist for more than 150 years.

Connecting what we now know about his life and work brings us closer to the Dutch master.

 

Dienstmagd mit Milchkrug │ ~ 1660 │ Fotografie

Original im Rijksmuseum Amsterdam

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Het melkmeisje │ ~ 1660 Fotografie

Magd mit Milchkrug │Die Küchenmagd │ Die Milchmagd

Original: Öl auf Leinwand │ 45,5 × 41 cm

Rijksmuseum Amsterdam

 

Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge │ ~ 1665 │ Kunstdruck

Original im Mauritshuis in Den Haag

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Meisje met de parel │ ~ 1665 │ Kunstdruck

Kopfstudie von Jan Vermeer van Delft (1632-1675), einem der bekanntesten holländischen Maler des Barocks

Die Tronie gilt als eines der berühmtesten Gemälde Hollands und der Welt.

Original: Öl auf Leinwand │ 45 × 40 cm

Schausammlung des Mauritshuis │ Den Haag

 

Zeitfiguren der modernen Werbung

 

Persil-Blechdose „Weiße Dame“ │ Nachbildung

© Historisches Museum Hellental, Foto: Mechthild Ziemer

 

Persil-Blechdose │ Nachbildung

Werbeslogan „Persil bleibt Persil“ [seit 1913]

Die historische Werbeikone „Weiße Dame“ wurde 1922 vom Berliner Maler und Karikaturisten Kurt Heiligenstaedt (1890-1964) gestaltet und ab 1925 als fürsorgliche Mutter von Zwillingen dargestellt.

 

"Mae West Coca-Cola bottle" in neueren Industriedesigne

Foto: Wikipedia │ © Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

∎ "Mae West Coca-Cola bottle"

Die weiblichen Kurven des US-amerikanischen Filmstars Mae West (1893-1980) inspirierten um 1915 das Industriedesigne der Coca-Cola-Konturflasche, die als Flasche mit „Hüftschwung" ebenfalls den Namen der Schauspielerin trug.

 

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[1] Blog-Artikel des Landesmuseums Württemberg vom 21. September 2021 von Fabian Haack.

[2] Abguss der Venus von Willendorf aus der exklusiv für die Anthropologische Gesellschaft in Wien vom Original abgenommenen Form, angefertigt unter Kontrolle der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien.