Kloster Brunshausen

Klaus A.E. Weber

 

Der Klosterhügel Brunshausen gilt als Keimzelle Gandersheims, denn hier gründeten die ottonischen Stammeltern Liudolf († 864/866) und Oda 852 das Gandersheimer Frauenstift.

Hier war der Konvent des Stiftes Gandersheim nach dessen Gründung 852 bis zur Fertigstellung der Kirchen- und Stiftsgebäude in Gandersheim untergebracht.

Nach der Umsiedlung 881 blieb Brunshausen ein Benediktinerinnenkloster.

Während jener Zeit wurde 866 der Stiftsgründer Liudolf und 874 Hathumod, Tochter Liudolfs und erste Äbtissin des Stiftes, im Kloster beigesetzt.

Nach der Stiftsgründung wurde Brunshausen im 10. Jahrhundert Eigenkloster des Gandersheimer Stifts mit weltlicher Aufsicht der Äbtissin.

Beim Hildesheimer Bischof lag die geistliche Zuständigkeit.

Zunächst St. Johannes und St. Stephanus geweiht, wechselte das Patrozinium aus strategischen Gründen zu dem ehemaligen Mainzer Erzbischof St. Bonifatius.

 

Eingang zum Kloster Brunshausen

© [hmh, Foto: Eberhard Zimmermann