WALD │ Prägender Faktor der Gewerbelandschaft
Klaus A.E. Weber
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Spurensicherung historischer Waldarbeit
Zu allen Zeiten lieferten Wälder einen der wichtigsten Rohstoffe der Menschen – das Holz.
Blickt man auf den Wald als prägenden Standortfaktor der frühen Gewerbelandschaft, so war das Waldgebiet des Sollings für die Glasherstellung in mittelalterlichen Wanderglashütten, später in ortsfesten Glashütten von zentraler Bedeutung.[3]
Weit darüber hinaus sind Ressourcen nutzend die Wälder des Sollings bekannt für die holzwirtschaftliche Nutzung; seit dem 18. Jahrhundert vornehmlich für die Verwertbarkeit von Nadelhölzern.
Gewinnorientierte Forstindustrie
Zwar zielt die gewinnorientierte Forstindustrie mit ihren Plantagen darauf ab, aus der Ressource Wald „Kohle" machen – doch ist das Ökosystem Wald kein ökonomisches Renditeobjekt.

In der Ausstellung am Internationalen Museumstag am 16. Mai 2021
Johannes Schraps, Mitglied des Deutschen Bundestages
© Historisches Museum Hellental
Die Holzhauer im Solling - Historische Waldarbeit

Herbstwald mit Bach │ Landschaftsgemälde, Kunstdruck
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
∎ Herbstwald mit Bach
Landschafts-Gemälde, Kunstdruck
Original: Öl auf Leinwand
[hmh Inv.-Nr. 2018
Spitzkummet Hellental │ in Holzminden hergestellt
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
∎ Spitzkummet eines Pferdearbeitsgeschirrs │ um 1960
Holzminden / Hellental
Leder, Rosshaar, Holz, Metall
[hmh Inv.-Nr. 7032
Das schwere Arbeitskummet ist ein gepolsterter Halskragen für Pferde mit Ringfassungen, verstellbaren Lederriemen mit Schnallen und Eisenkette.
Es wurde ausweislich einer Metallplakette von Jakob Michels in Holzminden hergestellt.
- Das Spitzkummet besteht aus einem ovalen, steifen, gepolsterten Ring mit besonderer Gestaltung, der, dem Pferd als Zugtier um den Hals gelegt, einer angepassten Verteilung der Zugkraft diente.
- Das ringförmige Kummetkissen ist aus Leder gefertigt und mit Rosshaar gefüllt.
- Der Kummetbügel besteht aus einem Holzrahmen mit eisernen Beschlägen.
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[1] BAYERL 2013, S. 70.
[2] KRUEGER 2013, S. 33-35.
[3] SCHLEGEL 2006, S. 146-147.