museum-drinnen

Klaus A.E. Weber

 

Von Dingen, Objekten und Exponaten

Die Sammlung bleibt auch in Zeiten von Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Kern des Museums.“[1]

Themenräume des HISTORISCHEN MUSEUMS HELLENTAL lassen auf einer Ausstellungsfläche von 475 m² lokale und regionale Geschichte(n) lebendig werden.

Dabei informieren lokal- und regionalgeschichtliche Themenräume darüber, wie die Besiedlung und Bewirtschaftung die Waldlandschaft des Sollings seit dem Mittelalter in eine Kulturlandschaft verwandelten und die Lebensverhältnisse der Menschen gestalteten.

Museumsbesucher*innen begegnen in den Themenräumen anschaulich der Archäologie, Geschichte und historisch-volkskundlichen Alltagskultur des abgelegenen Glasmacherortes, der sich im 18. Jahrhundert zu einem Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorf im Solling entwickelte.

Dem regionalen Wirken von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (reg. 1735-1780) ist ein besonderer Themenraum gewidmet.

Im aufkommenden Merkantilismus des 18. Jahrhunderts befürwortete Herzog Carl I. in den 1740er Jahren die Gründung von Glasmanufakturen sowie anderen Holz verbrauchenden Gewerbezweigen in der zwar ressourcenreichen, aber ökonomisch vernachlässigten Sollingregion in seinem Weserdistrikt.

 

MUSEUM IM BACKHAUS

GLAS & BROT im Solling

© Historisches Museum Hellental, Foto: Christel Schulz-Weber

 

In dem teilrestaurierten Hellentaler Dorfbackhaus des frühen 19. Jahrhunderts werden auf 112 m² drei Themenbereiche kompakt präsentiert.

Der Themenbereich ALTES GLAS │ Gang durch die Jahrhunderte führt in einer Zeitreise zwischen Orient und Okzident durch historische Epochen des Kulturgutes Glas.

Ein Rundgang durch den Themenbereich GLAS vermittelt Einblicke in die Geschichte des „Alten Tals der Glasmacher", wo archäologische Spuren vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit dessen glashistorisches Erbe bezeugen.

Wenn der alte Museumsbackofen aufgeheizt, steht im Themenbereich BROT das alltagskulturell tradierte Brotbacken im Vordergrund.

An ausgewählten öffentlichen Backtagen werden in dem restaurierten Steinbackofen frische Brote aus dem Mehl regionaler Getreidesorten gebacken.

Hier können Museumsbesucher*innen der seit 1744 verpflichtenden Einrichtung von Gemeinde-Backhäusern unter Herzog Carl I. nachgehen.

 

SOLLINGHAUS WEBER

Museum der Alltagskultur

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Vom Wald zum Glas zum Dorf im Solling

Das Ausstellungskonzept folgt keiner linearen chronologischen Abfolge der präsentierten Lokal- und Regionalgeschichte.

Den Besucher*innen werden vielmehr die drei miteinander verbundenem Themenbereiche WALD|GLAS|DORF mit Themenräumen angeboten, die nach individuellen Interessen singulär oder in beliebiger Reihenfolge ausgewählt werden können.

Ihr Besuch führt Sie in den beiden Museumshäusern auf einer Gesamtfläche von 475 m² durch die Themenräume mit ausgewählten lokal- und regionalhistorischen Schwerpunkten.

Hier begegnen Sie dem kulturellen Erbe des einzigartigen Glasmachertales in der Sollingregion - von den ältesten archäologischen Spuren prähistorischer Menschen im Hellental bis zum regionalen dörflichen Lebensalltag bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

 

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

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[1] Dirk Blübaum │ Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern │ 2021.