Epoche der Renaissance

Klaus A.E. Weber

 

Zu den einflussreichsten Epochen der neueren Menschheitsgeschichte zählt die Renaissance - Mitte 14. bis Mitte 16. Jahrhundert.

Sie ist gekennzeichnet von sensationellen Entdeckungen und Eroberungen, von bahnbrechenden und epochalen Reformen.

Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan (1480–1521) umsegelte die Welt - als Erster.

Durch das theologische Aufbegehren von Martin Luther gegen die Katholische Kirche kam es am Ende zur Kirchenspaltung und zur Reformation.

Die Malerei wurde durch die Entdeckung der Perspektive verändert.

Prachtvolle Bauwerke legen noch heute Zeugnis vom besonderen bautechnischen und künstlerischen Wirken in der Renaissance ab, mit eigener regionaler Ausprägung in Gestalt der so genannten Weserrenaissance.

Hervor zu heben sind hierbei das Hochzeitshaus in Hameln, das Schloss Bückeburg als prächtige fürstliche Residenz, die Martinikirche und das siebeneckige Mausoleum in Stadthagen, das Ensemble des Schlosses Hämelschenburg (Familie von Klencke) und nicht zuletzt das Schloss Bevern.

Der Schlossherr dieser Vierflügelanlage, der geschäftstüchtige Junker Statius von Münchhausen, ein „Renaissance-Adliger“, führte einen erfolgreichen Getreidehandel und Geldverleih.

Durch das dabei erzielte hohe Vermögen stieg er steil auf, stürzte aber durch einen spektakulären Konkurs 1619 ebenso rasant ab.

Hierdurch wird exemplarisch deutlich, welche enorme Bedeutung die zunehmende Geldwirtschaft für diese Zeit hatte und wie von ihr das Leben und Arbeiten der Menschen einschneidend verändert wurde.

Die enormen Umbrüche dieser Epoche wirkten sich letztlich auch auf das Leben der einfachen Landleute und ihren Alltag aus.