Glashüttennahe Mauersetzung
Klaus A.E. Weber
Fundbestand
12. Januar 2023
Nahe der frühneuzeitlichen Waldglashütte "Oberes Hellental" besteht zum Hülsebruch hin eine geradlinig von Südwesten nach Nordosten verlaufende Steinsetzung aus Buntsandsteinblöcken, die Mauer als Umfriedung einer Anlage interpretiert werden könnte
Deren Bedeutung und Funktion bleibt ungeklärt, so auch die Frage, ob ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem einstigen Glashüttenbetrieb besteht.
Angesichts des archäologischen Nachweises irdener Gebrauchskeramik zur Selbstversorgung mit Erzeugnissen der manuellen Milchverarbeitung könnte ein Zusammenhang mit der Weideviehhaltung – am ehesten eine Schaf- und/oder Ziegenhaltung - auf der entlegenen Glashütte diskutiert werden, denn wohl primär aus Milch vom Schaf und/oder von der Ziege wurde auf der Waldglashütte zu Beginn des 17. Jahrhunderts Käse hergestellt.
Letztlich aber bedarf die imposante Steinsetzung aus Buntsandsteinblöcken der weiteren Erforschung.

Mauersetzungim Umfeld der frühneuzeitlichen Glashütte "Oberes Hellental"
Steinsetzung als Pforte gestaltet (?)
2008 │ 2019
© [hmh, Fotos: Klaus A.E. Weber