Die langanhaltende Steinzeit
Klaus A.E. Weber
Mammut │ plastische Rekontruktion
Naturhistorisches Museum Basel
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Klimaschwankungen
Im eiszeitlichen Europa verursachten Klimaveränderungen einen dramatischen Rückgang prähistorischer Jäger und Sammler.
Kalt- und Warmzeiten
Vor etwa 400.000-320.000 Jahren
Die Südgrenze der Elster-Kaltzeit reicht bis an den Nordrand des Sollings heran.
Vor rund 115.000-11.600 Jahren
Der Eisrand der Weichsel-Kaltzeit erreicht dieses Gebiet nicht mehr direkt den nördlichen Solling.
Etwa ab 9.500 v. Chr.│BCE
Die bislang jüngste Kaltzeit in Mitteleuropa endet mit der Wiederbewaldung.
Während jener Epochen der frühen Menschheitsgeschichte entwickeln sich die Grundlagen unserer heutigen Kultur.
Vor 8.000 Jahren
Die letzte große Eiszeit endet durch das Zurückschmelzen des nordischen Inlandeises nach Mittelschweden.
Mit ihr endet zugleich auch das Leben kaltzeitlicher Säugetiere, wie das der Wollnashörner (Coelodonta antiquitatis) und der Mammute (Mammuthus).
Im Holozän
Die zunehmende und dichter werdende Wiederbewaldung erfolgte zunächst mit Birken und Kiefern, später mit Haselsträuchern und Laubmischwäldern (Eichen, Ulmen, Linden, Eschen), mit der Folge auch eines Wechsels im Tierbestand.
Die Hoch- und Niedermoortorfe des Sollings entstehen, wie jene im Hellental und das bei Silberborn in Richtung Hellental abfallende Hochmoor Mecklenbruch.
⋙ Vegetationsentwicklung seit dem Höhepunkt der letzten Eiszeit -

Altsteinzeitliche Inszenierung im Vonderau-Museum, Fulda
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber
Die geschichtlich früheste und längste Epoche der Menschheit
In der geschichtlich frühesten Epoche der Menschheit - in der Steinzeit - ist über eine Million Jahre lang der Faustkeil als zweiseitig bearbeitetes Steingerät das am weitesten verbreitete Universalwerkzeug des Menschen - das steinzeitliche „Schweizer Taschenmesser“.
Der Feuerstein wird zum „Stahl der Steinzeit“.
Bei den steinzeitlichen Kulturspuren in Mitteleuropa zeichnet sich bereits in dem lang andauernden Paläolithikum eine Tendenz zur Verkleinerung der steinernen Werkzeuge ab.
Im Jungpaläolithikum etabliert sich die Jagd mit Pfeil und Bogen, die zur effektiven Hauptwaffe entwickelt werden.
Im Mesolithikum werden die Steinwerkzeuge auffallend klein.
Dem Mesolithikum folgt das Neolithikum mit seiner innovativen Etablierung der Landwirtschaft und der damit verbundenen Sesshaftigkeit.
Altsteinzeit │ ca. 100.000 Jahre alte Werkzeuge der Neandertaler
Naturhistorisches Museum Wien
© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber