Gemein, einfach, grün - Waldglas im Hellental

 

Die Herstellung von Waldglas (Holzascheglas) ist für das Hellental von hohem historischem Zeugniswert.

Im kulturhistorischen Landschaftsbild des offene, kleinbäuerlich extensiv bewirtschafteten Dauergrünlandes im Hellental sind glasgeschichtliche Relikte erkennbar, die aber nicht ohne weiteres offensichtlich sind.

Die Suche nach verbliebenen Spuren alter Glashütten und ihrer kulturlandschaftlichen Einflussnahme führt die Sonntagstour des Historischen Musums Hellental durch die einzigartige Kulturlandschaft des heutigen Grünlandtals im nördlichen Solling.

Die rund 550 Jahre diskontinuierlich verlaufende Glasherstellung im Umfeld des Hellentals wurde durch das enorme Holzvorkommen in den Wäldern des Sollings und den hydrogeologisch bedingten Wasserreichtum begünstigt.

So konnte im „Alten Tal der Glasmacher“ aus vor Ort vorgefundenem Sand und aus ortsständigem Buchenholz gewonnene Asche kunstvolles Hohl- und Flachglas hergestellt und dabei die Landschaft des Hellentals für einen Wald-Weide-Wechsel verändert werden.

Bei der glas- und regionalgeschichtlichen Sonntagstour veranschaulichen Geländespuren und Bodenfunde den ressourcenorientierten Betrieb mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Waldglashütten.

Die „Hüttenwanderung" beginnt in Hellental am Standort der ehemaligen ortsfesten Glashütte Steinbeke der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts – der letzten Glashütte in dem Sollingtal.

 

Termin 2026

Sonntag, 03. Mai 14:00 – 16:30 Uhr

 

Treffpunkt

Master-Glasstele am Wanderparkplatz beim Landhotel Lönskrug in Hellental

 

Anmeldung

Dr. Klaus A.E. Weber unter Tel.: 05564/1559 oder per E-Mail: museum-hellental⦋at⦌t-online.de

 

GLAS│Walk and Talk im „Alten Tal der Glasmacher“

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber